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Feld-Fliegerabteilung 34 im
März 1916

Am 09.03.1916 besucht der gerade von seiner
Kaperfahrt zurückgekehrte Kommandant der S.M.S. Möve die FFA 34 in Cunel.
V. l. n. r.: Lt. Erich Homburg (O), Hptm. Hugo Geyer (P)(CO),
Korvettenkapitän Nikolaus Graf zu Dohna-Schlodien, Rittmeister Ziegler, Oblt.
Hans Kitz, unbekannt, unbekannt
Zu Gast bei der FFA 34 am 09.03.1916:
Die Feldfliegerabteilung 34 (FFA 34) wurde
am 22.08.1914 aufgestellt.
Am 15.01.1917 wurde die Einheit in die Fliegerabteilung (A) 265
umbenannt.

Korvettenkapitän Nikolaus Graf zu Dohna-Schlodien,
Rittmeister Ziegler am 09.03.1916 in Cunel.

FFA 34 in Cunel. Der Kommandant der S.M.S. Möve besucht die FFA 34 in
Cunel. Im Auto v. l. n. r.: Kraftfahrer, Korvettenkapitän Nikolaus Graf zu
Dohna-Schlodien, Oblt. Hans Kitz, Lt. Erich Homburg (O), Hptm. Hugo Geyer
(P)(CO), Rittmeister Ziegler
O = Beobachter, P = Pilot, CO = Staffelführer !
Wer war Korvettenkapitän
Nikolaus Graf zu Dohna-Schlodien und was ist die S.M.S. Möve ?
Die erste Kaperfahrt der S.M.S. Möve fand vom 29. Dezember 1915 bis 05. März 1916
während des 1. Weltkriegs statt. Die S.M.S. Möve war ein als neutraler
Frachter getarnter deutscher Hilfskreuzer. Nach dem Auslaufen am 29.
Dezember 1915 aus
Deutschland legte sie Seeminen vor der britischen Küste, die mehrere
feindliche Schiffe versenkten. Danach begann sie ihre eigentliche
Kaperfahrt im Atlantik, bei der sie zahlreiche britische und neutrale
Handelsschiffe aufbrachte oder versenkte. Die Besatzungen der gekaperten
Schiffe wurden gefangen genommen und später auf Prisen oder
neutralen Schiffen abgesetzt. Insgesamt zerstörte oder erbeutete die
S.M.S. Möve auf dieser ersten Kaperfahrt 15 Handelsschiffe
mit erheblicher Tonnage. Darunter der britischen
Transatlantik-Passagierdampfer "Appam", der am 15. Januar 1916 mit
einer Tonnage von 7781 BRT aufgebracht wurde. Trotz intensiver Suche kehrte sie unentdeckt und
erfolgreich nach Deutschland zurück, was sie zu einem der bekanntesten
deutschen Hilfskreuzer machte.
Die S.M.S. Möve stand unter dem
Kommando von Korvettenkapitän Nikolaus Graf zu Dohna-Schlodien. Er galt
als taktisch äußerst geschickt, besonnen mit dem Umgang mit den
Gefangenen, zwar streng, aber respektiert von seiner Besatzung. Diese
erste Kaperfahrt machte ihn zu einem der bekanntesten deutschen
Kriegshelden. Alles weitere machte sein geschriebenes Buch "S.M.S.
Möwe", sowie die deutsche Kriegspropaganda.
Die zweite
Kaperfahrt der S.M.S. Möve startete am 22. November 1916. Hier wurden
nochmal insgesamt 24 Handelsschiffe aufgebracht. Die S.M.S. Möve
operierte vor der brasilianischen und südafrikanischen Küste. Am 22.
März 1917 lief die S.M.S. Möve in Kiel wieder ein.
Beide
Möve-Fahrten wurden ausgiebig propagandistisch genutzt, was widerum die
Bekanntheit von Nikolaus Graf zu Dohna-Schlodien steigerte. Nach
seiner Rückkehr wurde Graf zu Dohna-Schlodien zum Flügeladjutanten des
Kaiser Wilhelm II. ernannt. Weiters wurde ihm der Orden Pour-le-merite
verliehen.
 Der
Kommandant der S.M.S. Möve
 Der
Kommandant und die Offiziere der S.M.S. Möve
 Der
Kommandant und die ganze Besatzung der S.M.S. Möve

Kriegsgefangene Inder von den versenkten Handelsschiffen
 Auch
der Kronprinz Wilhelm von Preußen besucht die FFA 34 in Cunel. Rechts
Oberleutnant Hans Kitz (O)
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